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Die Vorbereitungen (1): St. Gallische Unterstützung aus Irland

Wir vier Galluswanderer und unsere Begleiter sind derzeit daran, unsere Routen zu planen, Tagesetappen festzulegen, Pensionen zu buchen,geschichtsträchtige (Gallus-) Orte zu finden – Vorbereitungsarbeiten, die am Anfang jeder Weitwanderung stehen (sofern man nicht alle Zeit der Welt hat und an einem bestimmten Tag zurück sein muss). Diese Weitwanderung, der „Gallusweg 2012“, wird in dieser Form kaum begannen – unseres Wissens erst einmal, von einer französischen Gruppe. Keine Muscheln oder gelbe Pfeile werden uns leiten. Kein Outdoor-„Gallusweg-Führer“ im Rucksack für Planungs-Sicherheit sorgen. Aber Menschen helfen uns – das Touristenbüro von Bangor wollte uns gleich alle Übernachtungen auf der Wanderung in Irland buchen und der Bürgermeister von Bangor hat sich zu unserem Start angekündigt. Auch ein Email mit St. Galler Wurzeln“ erreichte uns. Doch davon später…

Im ersten Teil der Etappe, in Irland, scheint an jeder Strassen-Ecke ein Heiliger gehaust, gepredigt oder vorbeigekommen zu sein. Das haben die Recherchen schnell gezeigt: Kevin, St. Patrick (vor allem!), Brigid, Hl. Buite, Comgall, natürlich Gallus und Kolumban und viele mehr – was für ein heiliges Land. Warum dann aber Belfast? Warum Terror, Bomben, Gewalt. Kaum zu glauben – ausserhalb Irlands… Nun, Terror und Bomben etc. werden wir – zum Glück – wohl nicht erleben, vielleicht erklärt bekommen. Verstehen werden wir es keinesfalls.

Ein längerer Teil des „Gallusweges“, von Bangor über Downpatrick bis nach Newry werden wir auf dem ausgeschilderten St. Patricks Way gehen. Dieser Weg führt dann weiter nach Drogheda, wo wir unseren ersten Ruhetag einplanen. Ein guter Ort, denn hier befindet sich in unmittelbarer Nähe Newgrange, das Grabmal der Steinzeit, Mellifont Abbey, Irlands erstes Zisterzienserkloster und die berühmten Hochkreuze von Monasterboice. Woher wir das wissen? Von Anne-Marie, einer St. Gallerin, die schon seit 40 Jahren in
Irland verheiratet ist. Mitten in unsere Vorbereitungen platzt nämlich ein Email von Anne-Marie aus der Nähe von Drogheda:
Ich habe vom Projekt Gallusweg in 4 Etappen gehört. Eine gute Idee und zu Fuss – interessant. Ich bin in St. Gallen geboren und aufgewachsen und wohne seit beinahe 40 Jahren nahe der Ostküste von Irland, mit einem Iren verheiratet.“

Unterstützung aus dem fernen Irland. Hinweise. Empfehlungen. Vorschläge. Die Tipps von Anne-Marie fliessen in unsere Planung ein und schon heute sind wir gespannt auf den 15. April, wenn wir in Drogheda einmarschieren und diese ausgewanderte Gallus-Städterin treffen werden…

Irlands Osten, so verschiedene Reiseführer, habe nicht die „Dramatik anderer Regionen“. Vielleicht, vielleicht doch, denn wer, wie ich letztes Jahr, die Wicklow Mountains erstmals durchquert, der wähnt sich in… der Schweiz. Romantische Naturkulissen (auch für viele berühmte Filme), stiebende Wasserfälle, granitene Bergstöcke – die Wicklow Mountains sind ein (Wander-) Paradies. Und inmitten dieser herrlichen Berglandschaft, Glendalough, Tal der zwei Seen, der Ort des berühmten Klosters des heiligen Kevin. War vielleicht auch Gallus oder Columban dort? Sicher nicht, geht es nach Max Schär,
vielleicht, geht es nach anderen Quellen, nach denen Gallus in Irland aufgewachsen
ist.

Uns kann es egal sein. Es wird spannend auf jeden Fall. Und auch anstrengend. Nicht wegen der wenigen Berge, nein, der „Gallusweg“ in Irland besteht vornehmlich aus – Asphalt! Der Schrecken aller Weitwanderer. Nun denn, dafür gibt es auch genügend Pubs, wo man die leidgeprüften Füsse strecken und ein Guinness geniessen kann… Um dann ausgeruht der „irischen Riviera“ entlang zu marschieren – mit stetem Blick auf jenes Wasser, auf dem Gallus und Kolumban mit ihren zerbrechlichen Holzbooten ihren „Gallusweg“ hinunter nach England schipperten. Auch nicht gerade der einfachste Weg.

Einfacher ist da für uns das Übernachten – überall gibt es B&B-Pensionen. Und, so Anne-Marie, wenn man nichts findet könnte man auch mal in einem Kloster anklopfen – zum Beispiel in der Nähe von Drogheda. Was wir nicht tun werden. Denn dort haben wir einen Ruhetag und dafür ein Hotel mit einem kleinen Wellness-Angebot ausgesucht. Gallus ging zur Erholung zum Fischen, wir in den Whirlpool… (RF)

 

Kolumban-Kirche in Bangor – wo unsere Reise beginnen wird…

 

 

 

 

 

 

Wicklow-Mountains – ein geschichtsträchtiges Weitwander-Paradies…

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