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Ostermontag-Zeremonie: 1916 herrschte kein österlicher Frieden…

590 n. Chr. verliess Gallus Irland friedlich mit 12 Gefolgsleuten. 1326 Jahre später wollten einige freiheitsliebende Iren – die Bevölkerung stand (noch) nicht hinter ihnen – , dass die Engländer die Insel verlassen. Es war am Ostermontag 1916, als sieben ältere Herren die Republic of Ireland und damit die Abspaltung vom britischen Königreich proklamierten. Von österlichem Frieden keine Spur…

Im schönen Postgebäude – die Schalter sind auch heute noch eine Augenweide – an der O’Connell Strasse nahm die erste Regierung ihren Sitz. Aber nicht für lange. Die Engländer beliebten nicht, wie damals Gallus, die grüne Insel freiwillig zu verlassen und riefen Verstärkung über den Teich herbei. Diese hatten die Umstürzler schnell im Griff und im berühmt berüchtigten Kilmainham Gefängnis. 14 von ihnen konnten ihren Kopf nicht retten, sie wurden hingerichtet und – zu Märtyrern gemacht. Zumindest in den Augen der restlichen Inselbewohner, deren Freiheitsdrang nun geweckt war. Die Todesstunde der Freiheitskämpfer wurde zur Geburtsstunde der irischen Unabhängigkeitsbewegung, die dann im Jahre 1922 in einer gewissen Freiheit von England gipfelte (die echte Unabhängigkeit – mit Ausnahme Nordirlands – folgte dann am 18. April 1949 mit dem Ausscheiden aus dem Commonwealth).
Der Ostermontag 1916 ist also für die Iren – wie das Karfreitagsabkommen von 1998 – ein wichtiges Datum, das gefeiert werden will. Mit einer Militärparade, Musik, Ansprachen, Flaggen, Nationalhymne und vielen Schaulustigen. Und ein paar müden alten Flugzeugen. Von 11.40 Uhr bis exakt 12.35 Uhr – länger nicht, dann erst gehen die Feiern los – in den Pubs. Da wird, eigentlich wie jeden Tag, gefeiert, gesungen, ges…. Wie die ältere Dame, die 1916 fast noch hätte erlebt haben können: sie sang mit Inbrunst und hätte auch Gallus‘ Herz erwärmen können. Wäre er nicht ausgewandert, und erst noch 1422 Jahre zu früh…


Die 90jährige, die singt wie eine 40jährige…

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