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Gallus verloren…

Heute meinten es die Heiligen gut mit uns – prächtiges Wetter, fantastische Wanderwege, ehrlicher Finder und ein Schlussabschnitt dem Meer entlang (auf dem wir allerdings alles andere als heilige Gedanken hatten…). Doch alles der Reihe nach.

Das Tages-Fusswerk begann spät, weil der Bus, der uns die ersten Kilometer zu Fuss schenkte, erst um halb zehn los donnerte (im wahrsten Geräusche des Motors!). Vor der St. Patricks Kirche in Downpatrick spukte er uns aus und als erstes wollten wir natürlich ein Foto mit Gallus, unserem Bärli aus Bangor, machen. Doch wo war der? Weg, aus dem Rucksack gesprungen und wohl noch im Bus… Ein Schreck, ein kurzer Schrei, den Rucksack auf den Boden geknallt – „Stefan, schau zu ihm, ich versuche den Bus zu suchen!“ – und weg war ich.
„The Bus-Center? Oh, about half a Mile!“ Versuchen Sie mal mit schweren Wanderschuhen zu joggen! Es geht, wenn es muss.

Und tatsächlich, da stand der Bus – aber weit und breit kein Gallusbär!
Ein freundlicher Bus-Operator beschied mich zu warten – Warten! – und holte den Chauffeur. Und der kam gemächlich daher getrottet – mit Gallusbär unter dem Arm und einem breiten Grinsen im Gesicht (der dachte wohl, was will der alte Herr mit einem Teddybär!).
Natürlich war der Tag gerettet und Gallus-Bärchen festgezurrt in den Rucksack verfrachtet.

So, nun aber zum eigentlichen Zweck der Reise – Galluswege, Gallusspuren. Ja, wir haben sie gefunden. Einmal im Grab von St. Patrick, wo auch Columban, der „Chef“ von Gallus, seit dem 12. Jahrhundert ruht, dann die Wege, die die verschiedenen Klöster verbunden haben, und schlussendlich natürlich der Küste entlang, wo wir den Seeweg von Gallus, Kolumban und Co vor Augen hatten. Erstaunlich auch, dass einige Iren, mit denen wir ins Gespräch kamen, Gallus kannten, aber nicht wussten, dass er in der Schweiz war, geschweige denn St. Gallen gegründet hatte. Saint Gall, wie sie ihn nennen, ist einer der Ihren, ein Ire – und wir glauben es auch.

Nun, diese letzten ca. vier Kilometer hätte uns keiner dieser Heiligen begegnen müssen… Nach fünf Wanderstunden eine Stunde auf Kies oder im Sand, den Wellen ausweichend, das Hotel in der Ferne zwar in Sicht, aber kaum näher kommend – das geht in die Knochen…
Zum Glück hatte das Hotel einen Whirlpool… Annehmlichkeiten wiederum, von denen Gallus & Co auf ihrem Schiff nur visionär träumen konnten…

Reini mit dem wiedergefundenen Gallusbär im Zwiegespräch...

Ein Weg, den Gallus wahrscheinlich nie gegangen ist, den er aber von seinem Schiff aus gesehen hat - vor Newcastle.

 

Echte Wanderwege, die die wichtigsten (Kloster-) Städte verbinden...

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