Aktuelles Gallusweg Projekt Route Wanderer Partner/Sponsoren Google Maps Gallus-Volksmarsch Rheintalische Grenzgemeinschaft Baumeler Reisen freicom. Next AG - Internet St. Gallen Baumeler Galluswanderungen Inhaltsverzeichnis Wanderblog Kontakt Appenzeller Verlag

Wanderblog

Gallus – Chaplin: 1:1

In Newry - vor dem Tageswerk: 30 km.

Wer nimmt schon nach Irland Bergschuhe zum Wandern mit, meinte Clavi heute in einem Mail an mich (dann wäre ich auch schneller gestern beim Bus gewesen, gell!). Nun, Clavi, du bist noch nie in den Mourne Mountains gewandert! Mourne hat das Verb „to mourn“ in sich – was so viel heisst wie klagen. Und geklagt hättest du, Clavi! Schwerer Boden, Moorlandschaft, Stock und Stein und viel Geblöke – ein Kampf. Aber die Schuhe halten dicht. Auch heute mussten sie es. Durch die Cooley Mountains und auf den Black Mountain. Zwar nur 500 Höhenmeter, aber von Null weg, durch schönste ginstergelb blühende Berglandschaft. Unter strahlender Sonne und entlang eines Bergbaches mit Namen – Ryland! Ja, Ry, Rhein! Hatte hier Gallus schon prophetische Erleuchtung? Es war wirklich eine Augen-, Ohren- und Seelenfreude dieser Aufstieg in purem Sonnenschein. Bis zum Gipfel. Dann war es aus mit der Erleuchtung von Oben – Regen und leichter Schneefall setzten ein.

Aber dem Wetter haben wir gute Kleidung und Schuhe (Clavi!) entgegen gesetzt. Beim langen Abstieg treffen wir Pete an, den Torfstecher. Wie im „Pro Riet“, nur nicht museal, sondern real. Weiter unten, endlich, wieder Sonne und ein Pub. Rast. Und dann der endlos lange und langweilige Weg hinein nach Dundalk. Aber auch der hatte ein Ende und am Ende – eine offene Kirche! Wahrlich, wahrlich, offen und herzlich. Drinnen: ein netter Bettler und selbsternannter „Man of God“, kein Trinker („Look in to my eys!“) dem wir zu seinem übergrossen Erstaunen zehn Euro gaben und dafür gleich noch fünf Kerzen anzündeten. Besser und direkter haben wir das Geld noch nie gespendet. Und wir denken wieder an unsere Frage: Gallus oder Chaplin. Und wenn Gallus ein Nachfahre von demjenigen war, der diese Welt erschaffen hat, dann können wir nach der heutigen Wanderung nur sagen: Gallus-Chaplin: 1:1. Auch was das nachfolgende Pub betraf. Da waren wir gar nicht willkommen.

„St. Gall? No I don’t know, must be a fucking Eire!“ trällerte uns der ältere Herr entgegen, als wir ihm unseren Beweggrund der Anwesenheit in diesem hochlöblichen Etablissement erklärten. Nur weg hier! Nach Annagassin, wo der Empfang, herzlich, das Essen sehr löblich und die Landschaft wieder „breathtaking“ war.

Pete, der Torfstecher - Pro Riet real!

Black Mountain mit dem Fluss Ryland (nomen est omen!) vor uns

..und sie war offen und einladend und wir trafen einen selbsternannten "Man of God"!

Dieser Beitrag wurde unter Wanderblog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Drucken

Kommentare sind geschlossen.

Newsletter