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Wanderblog

Im Wikingerland und eine „Studie“…

Kilometerlange Wander-Sandstrände - wo einst die Wikinger landeten...

Yvonne Steiner wird im Buch „Galluswege – von Bangor nach St. Gallen“, welches im Oktober im Appenzeller Verlag erscheinen wird, die historische Seite unserer Wanderung sicher kompetenter aufbereiten, als wir es mit Google & Co’s Hilfe je könnten. Auf historischen Wegen sind wir gestern und heute aber bereits gewandert – im Wikingerland. In Annagassan fanden wir nicht nur ein historisches Pub und B&B aus dem Jahre 1770 (www.theglydeinn.ie), das wir nur wärmstens empfehlen können, sondern auch Wikinger-Spuren. Diese landeten nämlich im Jahre 841 hier und machten Annagassan zum Hauptlandungsort, von wo aus sie ihre verheerenden Raubzüge durch das Land unternahmen. Sie wurden zwar von den tapferen Iren stets vertrieben, landeten in Annagassan aber immer wieder und zerstörten neben anderen auch das Bangor-Kloster von Kolumban, Gallus & Co.

Abends im Pub wurden wir von Brendan, einem gesprächigen Iren, nicht nur über diese Seite des Ortes aufgeklärt sondern auch über Hurling (Irischer Fussball – und über das Team St. Gall, Naomh Gall, www.naomhgall.com), illegale Wasser-Fassung, den James-Joyce-Pub Award und Steuern zahlen in Irland. Dazwischen schluckte er einige Pints Guinness (wobei ein Schluck jeweils das halbe Glas war…).

Gallus-Wege sind vor allem Gallus-Strassen in Irland – sieht man von den prächtigen Wegen in den Bergen ab. Heute aber haben wir den Asphalt rechts liegen gelassen und sind mehrheitlich der Küste und dem Strand entlang gewandert. Einmal über eine Stunde lang im von der Ebbe entleerten Strand. Ein Prachtswanderweg. In purem Sonnenschein.

Die Herrlichkeit hatte vor Drogheda ein Ende – eine sieben Kilometer lange Einfallstrasse mussten wir zum Schluss hinter uns bringen, nach sechs Stunden Wanderung. Dabei kommt man schon mal ins Sinnieren… Man beginnt nach den Schritten die Bäume und dann die Autos zu zählen. Und kommt auf die Idee, mal zu sehen, wie die Fahrerinnen und Fahrer auf Winkzeichen reagieren. Eine Bachelor-reife Übung, können wir Euch nur sagen! Also, nach einer Stunde Strassen-Studium wissen wir, dass ältere Damen fast immer und junge Männer praktisch nie grüssen (dafür kräftig Gas geben), ältere Herren eher den Kopf schütteln („Ihr Spinner, nehmt den Bus!“) und Kleinautos kaum ausweichen, derweil SUV-Karren einen weiten Bogen um uns machen, ganz nach dem Motto: Seht her, ich bin gross und brauche Platz. BMW-Fahrer grüssen überhaupt nicht und Opel-Fahrer verlangsamen merklich. Nun, diese Studie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Repräsentativität. Sie ist nur die Momentaufnahme zweier müder Wanderer auf Gallus‘ Spuren…

Das Glyde Inn in Annagassan - ein Traum von einem Pub, aus dem Jahre 1770

Brendan gibt Stefan Wegtipps und Stefan gibt Brendan Guinness...

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