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Wanderblog

Von Soldaten, Hunden, einer Odyssee und Terry…

Wandern sollte man mindestens fünf Tage, alles darunter ist nichts. Da tut nichts weh, ist schnell vorbei und hält nicht an. Na, ja, fast nicht… Nach fünf, sechs Tagen aber, da erst wird’s „gemütlich“ – der Rucksack wird leichter (ehrlich!), die Gedanken schwerer, die Füsse leichter, die Abende kürzer (weil müder) und die Kleider weiter (weil Kilo verlierend…). Heute haben uns die Füsse 33 km weit getragen – es wären eigentlich nur 28 gewesen, aber eben, Private Feldon und Rex standen uns im Wege…

Aber wir müssen erst noch ein gestriges, vergessenes Erlebnis berichten. Wir, Stefan und ich, sind nun Rutengänger. Ja, mit Anne-Maries Ruten konnten wir Energien lokalisieren. Wir waren perplex, es funktionierte und schlug aus. Echt. Am Abend aber waren wir hundemüde und wussten nicht, ob die Ruten uns Energien entzogen hatten…

Heute waren die Energien wieder da. Die Sonne auch. Sie beschien unseren Weg dem Strand entlang bis nach Laytown. Gestartet waren wir beim Maiden Tower („Jungfrau Turm“). Ein tragischer Ort. Die Jungfer wartete dort auf ihren Hero, Held, der sagte, wenn er wieder komme und sein Schiff eine weisse Flagge gehisst habe, dann sei alles in Ordnung, falls eine rote wehe, dann sei er tot. Es wehte die rote, weil der Fähnrich farbenblind war und die falsche Flagge setzte. Das Dämchen stürzte sich darob vom Turm in den Tod. Die Lehre daraus? Unsere Lieben, vergewissert Euch zuerst selber…

Nun, auch wir wären fast in den Tod gewandert, natürlich nicht so dramatisch, aber nach fünf Kilometer beschied uns ein Soldat, Private Feldon, wie es auf seinem grün-vier-farbigen Anzug stand, dass hier Schluss sei und eine Schiessübung stattfinde. „I have my strict order – nobody can pass this point!“ Wir hätten gefälligst umzukehren. Zwei Kilometer bis hier her und zwei zurück – macht? Vier. Genau. Und das legten wir Zähne- und Füsse- knirschend zurück.
Die Abkürzung, die wir danach nehmen wollten, führte ebenfalls in die Irre und wir odyssierten weiter… Bis zwei Jogger kamen.
Ja, da geht’s lang, zweite Strasse rechts und dann nach links. „But don’t take the footpath, there are German Shepards.„

Nach zwei Stunden kam der „footpath“ und da hatten wir die Warnung längst vergessen – Sonne, Wind und etwas Regen haben so ihre Wirkung… Wir nahmen den Fussweg, der direkter zu sein schien. Aber nicht lange. Da standen Rex und mehrere Pinscher – letztere waren bedeutend lauter und bisswütiger, als Rex, der deutsche Schäfer. Wir wussten gar nicht – trotz Bären-Übung in Downpatrick – dass man mit zehn Kilo auf dem Rücken, schweren Schuhen und 25 Kilometer in den Beinen so schnell zurück laufen kann…

Schliesslich fanden wir doch noch nach Skerries und entdeckten – Spuren von unseren Mönchen. Hier landete der heilige Patrick in Irland, baute die erste Kirche (auf St. Patricks Island, vor Skerries) und fand dank seinem Wirken Gefolgsleute wie Gallus und Kolumban.

Mehr dann in unserer Wanderbeschreibung im Buch.

Wir fanden auch was – Terry und sein B&B Redbank House Hotel (www.redbank.ie), eine ehemalige Bank (Munster & Leinster Bank Ltd.), der wohl die (finanzielle) Liquidität ausgegangen war und er in ein Restaurant umgebaut hat. Fantastic! Wer je nach Dublin kommt, sollte den Weg nach Skerries nicht scheuen. Hier kocht ein wahrer Künstler das beste Sirloin Steak und Filet Stroganoff, das Stefan und ich je auf dieser grün, gelben Insel und weit darüber hinaus gegessen haben. Und Stefan hatte seine helle Freude an dieser „Bank“, denn die „liquid Assets“ , die flüssige Liquidität (Weine) wurde im alten Safe aufbewahrt. Haben wir das im Rheintal nicht irgendwo schon mal gesehen…??

Lassen wir das – aber: wer weiss, vielleicht haben Gallus & Co auf dem Seeweg hier auch Halt gemacht – zumindest mussten sie diesen Ort passieren. Auch wir sind leider nur auf der Durchreise…

Der Maiden Tower - irren ist tödlich...

Vor 1400 Jahren war Irland ein Urwald und Wandern war wohl nur entlang des Meeres möglich, aber das konnte wahrlich "scenic" sein...

Hätten wir nur die Warnung beachtet - vier Kilometer hätte sie uns erspart...

Weniger "scenic", dafür gefährlich - die Strassen-Wander-Wege, links die Strasse, rechts die Mauer und oben das Wetter...

Terry, vom Redbank-Restaurant - ein Koch mit hohen Auszeichnungen und umarmender Geselligkeit.

Skerries - wo nicht nur Terry seine (Koch-) Erfüllung fand sondern auch St. Patrick seine erste Kirche gründete - auf der Insel, auf der nun Kormorane zu tausenden hausen.

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