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Irren ist menschlich…

Bei Skerries, auf der St. Patricks Insel, hat es heute vor allem Kormorane und andere Vogelkolonien, aber keine Bären, den haben wir nämlich wieder mitgenommen...

Ich kann ja Hans Fässler verstehen, der genug von Gallus hat und dies in einem Leserbrief vor kurzem zum Ausdruck brachte. Tatsächlich kann man die „Gallusiade“ auf die Spitze treiben, und wir treiben hier in Irland fröhlich mit… Auf die Spitze treibt es wohl auch Schär mit seinen zwölf Irrtümern (gestern im „Tagblatt“). Aber eben, irren ist menschlich, manchmal tödlich, wie wir im gestrigen Blog von der Jungfrau gelesen haben.

Hier in Irland ist eines ganz klar: Kolumban und Gallus waren Iren. Das lässt sich auch „beweisen“. Ob allerdings diese „Beweise“ oder diejenigen Schär’s richtig sind, weiss niemand, nur Gallus selber… Uns ist es eigentlich egal, ob Herkunft oder Abstammung von Gallus irisch oder elsässisch war – viel wichtiger ist, dass es die Mönche aus Irland waren, die uns in der Schweiz und in Europa mit ihrem Missionieren Kultur, Knowhow, Gastfreundschaft brachten und vor allem „lebensfähige, einheimische Gemeinschaften“ (Peter R. Müller) auf Dauer gründen halfen.

Skerries, unser heutiger Startort, ist der „Geburtsort“ dieser „irischen Mönchs-Revolution“– hier landete der heilige Patrick erstmals in Irland und baut die erste Kirche. Von hier aus entstanden ab dem 5. Jahrhundert Klöster in allen Teilen Irlands, darunter auch dasjenige von Bangor. Vor 1500 Jahren war Irland bedeutend wärmer (obwohl wir es in den letzten Tagen sehr warm hatten, im Vergleich zur Schweiz…) und dicht bewaldet. In diesen Wäldern hatte es – neben anderen wilden Tieren – viele Bären. Die Mönche wussten dies, konnten auch damit umgehen. Vielleicht hatte auch Gallus hier gelernt, wie man Bären behandelt und ihnen Paroli bieten muss. Ich weiss, das ist kein historisch belegbarer Grund für die Abstammungstheorie. Ich halte es wie Cliff gestern – Kolumban, Gallus, Kevin (von dem werden wir noch hören…) etc. waren verwöhnte Kinder von Königen oder reichen Eltern und sie konnten es sich leisten, ins Kloster zu gehen und danach zu reisen. Zum Glück, muss man heute fast sagen…

Ach ja, auch wir sind verwöhnt, auch wir können reisen, auch wir tun es, wie weiland die heilige Obrigkeit, auf Schusters Rappen – heute bis nach Enniskerry, am Fusse der Wicklow Mountains. Nicht alles zu Fuss, heute gibt es – neben Schiffen wie damals – die gute Bahn, die uns reichlich verwöhnt hat…

Heute ging es vor allem querfeldein - und über ein Eisenbahn-Viadukt, das uns 8 km Umweg ersparte und uns in ein prächtiges Naturreservat führte.

Galluswege sind ja so unergründlich und fast unbeweisbar - aber begehbar...

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