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Wanderblog

Verwinkelt und verwickelt: die Wicklow Mountains

Wer wäre hier nicht geblieben? Das Glendalough-Tal, wo der hl. Kevin wirkte und sicher auch Kolumban, Gallus & Co beeinflusste.

Allein schon für die Leistung, vor 1500 Jahren, mit Kuhleder an den Sohlen, einem Bärenfell über dem Leib, einen Stock gegen Bären und Wölfe in der Hand über die Wicklow Mountains zu kraxeln, allein schon dafür hätte man Kevin heilig sprechen sollen. Natürlich war es nicht diese Leistung, für die er unvergessen bleibt – davon wohl morgen mehr. Auch wir werden nicht heiliggesprochen, weil wir diese Leistung, top ausgerüstet, vollbracht haben. Aber selig waren wir schon, als wir – nach sieben Stunden, über 1500 Höhenmeter und fast 30 Kilometer – das Hotel in Kevins Tal, dem „Vale of Glendalough“, endlich von oben erblickten. Den Abstieg wollen wir lieber nicht kommentieren – die Ausdrücke, die wir gebraucht haben, würde uns die Seligsprechung kosten…

Aber die vorangegangenen sechseinhalb Stunden, die hatten es in sich – Wetter vom Feinsten, Wind vom Schärfsten, vorbei an den Wasserfällen, Ein- und Ausblicke in Täler und auf Höhen, ein Gipfel fast, Djouce Mountain, und ein zweiter ganz, White Hill, bezwungen, über Hochmoore gewandert, in Täler hinunter getrottet, über Bäche gesprungen und Flüsse gequert. Der Wicklow-Way hatte alles, was ein richtiger Wanderweg braucht, mäanderte zwar ziemlich stark in der Gegend rum, richtig verwinkelt und verwickelt halt, aber die Natur entschädigte für alles. Und die flinken Bergdohlen begleiteten zwitschernd unseren Weg. Kein Wunder, wollte der liebe Kevin hier bleiben. Auch wegen der Vögel, aber davon wie gesagt morgen mehr…

Die Wicklow Mountains kannten auch die Jungsteinzeit-Menschen, die Newgrange erbaut hatten. Von hier holten sie die grossen Steine (man sieht noch heute welche rumliegen) und transportierten sie nach Newgrange. Nur mit Baumstämmen und menschlicher Zugkraft. Wahrlich auch eine heilige Leistung.

Wir bleiben hier und werden uns auf die Fersen von Kevin begeben, morgen, wenn ihr in St. Gallen die „Gallusiade“ startet…

Unser erster Gipfel, den wir aber rechts liegen lassen konnten: Djouce Mountain

Auf Bahnschwellen über das Hochmoor dem zweiten Gipfel, White Hill, entgegen.

Das Hochmoor beim White Hill

Der Wicklow-Way wurde von J.B. Malone gegründet und führt entlang alter Pilgerwege. Ein Gedenkstein für den Way-Schöpfer mit schönem Blick auf den Lough Tay.

Manchmal fühlt man sich aber schon sehr allein, wie ein einsiedelnder Mönch, nur mit mehr Luxus um sich rum... Die Hotels und B&B sind leer!

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