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Wanderblog

Von Tom Hanks zu St. Ibar, dem ersten „SVP-ler“?

Omaha Beach - ohne Kanonengedonner, nur mit Pferdegetrampel und...

Irland weinte nur kurz – dann lacht zu unserem Abschied wieder die Sonne. (Nachtrag heute Morgen, 25.4.: es stürmt draussen! Fähre abgesagt und wir werden umgeleitet!) Wir bedanken uns für vierzehn trockene, eindrückliche Wandertage mit einem Gang in Irlands früheste christliche Geschichte. Es wurde ein fünfstündiger Gang, der sich lohnte. Auf diesen Gang hat uns Anne-Marie Moroney, unsere St. Galler-Irin aus Drogheda, gebracht. Beg Erin – im 5. Jahrhundert eine kleine Insel vor Wexford, heute verlandet und gut erreichbar. Über einen Strand, der in die Filmgeschichte einging – „Omaha Beach“, der nachgestellte Landungsort der Alliierten in der Normandie aus dem 5-fach preisgekrönten Spielfilm von Steven Spielbergs „Saving Private Ryan“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle.
Von diesen Drehtagen ist nichts mehr zu sehen – ganz im Gegensatz zu Beg Erin, wo noch Grundmauern der Benediktinerkirche aus dem 12. Jahrhundert stehen. Wir wussten es schon immer, Hollywood ist nur Schall und Rauch, Kirchen auf Fels gebaut…

Beg Erin liegt in einem prächtigen Naturreservat: Wir sehen einen Seelöwen verstohlen aus der See lugen (der sich wohl über Menschen mit Rucksäcken zu so früher Morgenstunde wundert…), scheuchen unversehens Fasane auf, staunen über davon hoppelnde Hasen, betrachten majestätische Schwäne zur Landung ansetzen.

Vor 1500 Jahren wären wir hier auf einer Insel gestanden. Nun ist sie verlandet und das Kloster natürlich zerfallen. Hier soll der Heilige Ibar („die Eibe“) ein Kloster und eine Schule gebaut haben, um dem Einfluss der Druiden entgegenzuwirken. Aber auch gegen den heiligen Patrick hatte Ibar, wohl ein früh-christlicher SVP-ler, was – er sah ihn als Ausländer an und nicht legitimiert, Irland zu missionieren. Von einer Parteigründung ist jedoch nichts bekannt…

Da er nicht gegen Patrick ankam, zog er sich zurück und nannte seine Insel fortan „Beg Erin“ – kleines Irland und liegt heute kurz vor Wexford. Es wird berichtet, dass es damals ein wichtiger Ort der Erholung von Reisestrapazen und für die Erneuerung der Vorräte vor der Überfahrt nach England war. Haben eventuell auch Kolumban und Gallus hier angelegt und sich gestärkt? Wir wissen es nicht, es könnte aber sehr wohl sein, denn von Bangor waren die Mönche nun schon einige Tage auf See und ein Halt könnte durchaus angebracht gewesen sein.

Wie auch immer, auch wir stärken uns hier vor der Überfahrt nach England, nicht mit „Champagne de St. Gall“ (siehe „Aktuell“-Beitrag von Wolfgang Sieber auf unserer Homepage), sondern einem irischen Sirloin Steak, made by Chinese-Cook, und einem Whisky. Die Überfahrt wird kurz sein, drei Stunden. Ha, das wäre für uns ein Spaziergang. Hoffen nur, dass kein Eisberg im Weg ist…Adieu, schönes, interessantes Irland.

...und einem neugierigen Seelöwen!

An der Stätte, wo St. Ibar das Kloster auf Beg Erin, "kleines Irland", baute.

Vorbeugen ist besser als heilen...es nützte!

"He, Jungs, was rennt ihr davon? Die können uns nichts tun, schaut mal was die auf dem Rücken haben! Wie wir zur Osterzeit...Zu schwer, um zu rennen!"

Stellt euch vor, es regnete kurzzeitig... (in Wexford)

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