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Kolumban war auch eine Frau!

Hier gings schon vor 1500 Jahre entlang - eine Wegmarkierung zu Zeiten der Mönche.

Elf Stunden Zugfahrt und dann das: Kolumban war hier eine Frau! Natürlich nicht unser Kolumban sondern St. Columba. Besser bekannt als: Columba the Virgin (Columba, die Jungfrau). Eine irische Landsfrau von Kolumban, die den Mönchen nach Cornwall folgte und hier ihren Landsleuten das Evangelium predigte. Auf sie beruft sich die Pfarrei St. Columb Major. Nicht auf unseren Kolumban. Columba endete tragisch im Martyrium. Ein heidnischer Fürst-Tyrann wollte sie unbedingt mit seinem Sohne verheiraten. Das konnte eine überzeugte Jungfrau und angehende Heilige natürlich nicht zulassen und floh. Der Fürst verfolgte sie und liess sie gefangen nehmen. Das folgende Martyrium machte sie endgültig zur Heiligen.

Schon eher Spuren von Gallus und Kolumban sind auf dem „Saints Way“ zu finden, einem Weg von Padstow an der nördlichen Küste von Cornwall nach Fowey an der südlichen Küste. Hier sollen keltische Händler schon früh Gold von Irland in die Mittelmeer-Länder transportiert haben – und neben Gold wohl auch unsere Mönche. Auf jeden Fall führt der Saints Way vorbei an allerlei Zeugen jung-steinzeitlichem und früh christlichem Leben – heilige Quellen, stehende Steine, Kirchen, Wegmarkierungen etc. Sie waren hier!

Und wir auch. „Nur wer alte Spuren entdeckt, kann neue hinterlassen.“ So lesen wir in einem Wanderblog. Tatsächlich haben wir Spuren entdeckt und neue hinterlassen. Innere und äussere. Die inneren Spuren sind persönlich und unbeschreiblich, die äusseren Spuren schon eher. Sie hinterlassen wir in satten Wiesen, vorbei an ebenso satten Schafen und Kühen, an lieblichen Hügeln und in bestellten Feldern, in schmucken Dörfern und bei steril gepflegten Cottages.

Der Saints Way ist fast ein Paradies, es singen zwar keine Engel, nur Vögel, und Heilige haben wir auch keinen gesehen (ausser uns…;-) – aber er bietet für den verwöhnten Wanderer einfach alles – auch teuflisches: ein Bauer hat den Weg bis an den Rand des Wanderweges umgepflügt. Wenn dann noch, was wir kaum noch kannten, Regen einsetzt, dann wird der heilige Weg zum heiligen Zorn. Das vermeintlich rettende Pub am Ende des Weges hatte auch nicht gerade einen Engel hinter dem Tresen. Tropfnasse Wanderer sind hier eher des Teufels – auch wenn sie schon 400 Kilometer „Bussweg“ in den Füssen haben…

Mögen uns alle Heiligen morgen gut gesinnt sein – es geht auf den letzten längeren Abschnitt, bevor wir die zweite See-Überquerung anpacken und unseren Gallusbär an Daniel de Roulet weitergeben.

Withiel am "Saints Way" - zehn Häuser und eine der schönsten Kirchen, die wir gesehen haben auf unserem Weg!

Der "Saints Way", bestens ausgeschildert und durch eine unbeschreiblich schöne Gegend führend. Cornwall at it's best!

Der heilige Weg wird zum teuflischen Weg wenn es regnet und der Bauer keine Wanderer will...

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