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Von Basel an den Bodensee und nach St. Gallen

Auf den Spuren von Gallus – Gedanken vor der Wanderung von Luxeuil nach St. Gallen – Teil 2
(1. Teil siehe unter Inhaltsverzeichnis: Vorbereitungen (3): Auf den Spuren von Gallus)

Ab Basel folgen wir dem Wasser, so wie es die Mönche damals getan haben. Zuerst wandern wir rheinaufwärts bis in den Raum Koblenz, nachher entlang der Aare bis nach Turgi und dann, dem Lauf der Limmat folgend, nach Zürich. Auf der südlichen Seite des Zürichsees erreichen wir Tuggen. Nun sind wir an einer Stelle, die geschichtlich dokumentiert ist. Im Lesebuch der 4. Klasse habe ich damals gelesen: „Die Leute in Tuggen waren hart und verschlossen. Sie wollten sich nicht bekehren. Da ergriff Gallus eine Fackel und zündete die Opferstätte an.“ Deshalb verliessen die irischen Mönche den Ort fluchtartig.

Die Fortsetzung von Tuggen bis an den Bodensee ist wieder offen. Der eine Autor schildert den Weg durch das Tösstal nach Vitudurum (Winterthur) und über Ad Fines (Pfyn) bis nach Arbor Felix (Arbon), also auf den Strassen der Römer, der andere führt uns ins Toggenburg und von dort an den See. Wem sollen wir folgen?

Wir haben uns für eine besondere Route entschieden. Zwischen Tuggen und Arbon möchten wir möglichst viele Gallus-Kirchen oder -Kapellen besuchen. Deshalb wandern wir von Tuggen über St. Gallenkappel nach Fischenthal (Galluskirche), dann über das Schnebelhorn nach Lichtensteig (Galluskirche) und kommen über Niederuzwil (Galluskirche) und Steinebrunn (Galluskirche) nach Arbon. Dann sind wir wieder an einem Ort, wo Gallus mit Sicherheit gelebt hat. Er wird wohl mit dem Schiff nach Bregenz gereist sein, wir nehmen den Weg dem Ufer entlang und kommen über Rorschach nach Rheineck. Im Mündungsgebiet des Alten Rheins und des Rheins wandern wir dann nach Bregenz.

Unsere letzte Etappe von Bregenz nach St. Gallen beginnen wir mit einer (privaten) Schifffahrt von Bregenz nach Arbon. Dann geht es durch das Tal der Steinach über den Gallussteg nach Mörschwil und über den neu eröffneten Galgentobelweg nach St. Gallen. Auch wenn es in den Geschichtsbüchern heisst, Gallus sei entlang der Steinach nach St. Gallen gelangt, muss diese Route bezweifelt werden. Das ist ein sehr unwegsames Gebiet. Gallus und seine Begleiter werden wohl nicht im Steinachtobel, sondern in der Nähe dieses Tobels nach St. Gallen gelangt sein. Wenn wir in St. Gallen bei der Talstation der Mühleggbahn ankommen, also dort, wo die Steinach heute unter der Erde verschwindet, dann sind wir ungefähr an jener Stelle, wo Gallus gestolpert ist und gesagt hat: „Hier will ich meine Wohnstätte bauen.“

Wir, mein Wanderkamerad Hanspeter und ich, sind in St. Gallen am Ende unserer Wanderung angekommen – und fast zu Hause. Wir haben dann rund 430 km zurück gelegt.

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