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Regen verdirbt etwas die Etappe

Die Wetterprofeten hatten Recht: es regnet. Zwar vorerst nur
wenig, aber es genügt, uns unter unseren Regenschutz zu zwingen. Es ist Sonntag und nur Spinner und Wanderer sind bei solchem Wetter und bereits um 7 Uhr unterwegs. Allerdings finden wir auf unserem Weg von den Vororten in die Stadt schon bald eine Boulangerie, die uns mit fein duftender Baguette und Croissants versieht. Nach einigem Suchen finden wir schliesslich den GR 654, der uns heute wieder an unser Ziel führen soll. Es wäre ein Traumpfad, ja, wenn dieser Regen nicht wäre. Er verwandelt unsere Wege in seifige Rutschbahnen, die lehmige Erde ist derart anhänglich, dass wir bald auf kleinen Stelzen laufen. Mit der Zeit
nimmt damit auch das Gewicht der Schuhe zu und das Gehen wird echt mühsam. Als weitere Bereicherung unserer heutigen Wanderung empfangen uns im Walde auch äusserst blutrünstige Mücken in grossen Schwärmen, dass nur noch das Klatschen unserer Hände auf der Haut hörbar ist. Und wir töten diese Biester zu Dutzenden, aber sie sind in der Überzahl und haben uns sicht- und spürbar zum Fressen gern. Auf unseren Armen liegende tote Kollegen scheinen ihnen in ihrem Blutrausch keinen Eindruck zu machen. So bleibt uns nichts anderes als im gestreckten Galopp zu marschieren und die Pausen zu vergessen. Der Regen hört zwar immer wieder einmal auf, aber ebenso sicher kommt er wieder zurück.

Da keine Dörfer zu durchqueren sind, wo ohnehin kein Kaffeehalt winken würde, eilen wir unserem Tagesziel entgegen, wo wir nach 27km bereits um 13 Uhr im Hotel eintreffen. Es ist heute Muttertag in Frankreich und in unserem Hotel werden zudem zwei Kommunion feiernde Familien verköstigt. Wir sind dem Koch deshalb dankbar, dass er uns wenigstens eine Omelette zubereitet.
Dann geht es ans Waschen und sich Ausruhen.

Vor dem Nachtessen spielt Michel noch auf seiner Cornemuse und zieht selbstverständlich wieder eine Zuhörerschar an, die ihn auch gleich zu einem kurzen Musikvortrag auffordert, was ihm den Apéro einträgt.

Am Ufer der Marne

Der anhängliche Lehm...

Kurz vor dem Ziel ...

... und am Ziel

Michel bei seinem "Konzertchen"

Wolfgang Sieber

 

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