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Wandern in den Vogesen – und es regnet

13.6.2012: Da eine lange und beschwerliche Etappe bevorsteht, ist schon um 6.30 Tagwache. Wir frühstücken noch ein letztes Mal mit Michel und verabschieden uns dann von ihm und von Kikou. Etwas Wehmut kommt auf, denn es dürfte doch einige Zeit vergehen, bis wir uns wiedersehen werden.

Aber es geht weiter. Der Himmel droht und hält sein Versprechen: bereits kurz nach Neufchâteau öffnet er seine Schleusen – wir bewegen uns wieder einmal neben einem Bahngeleise, jedoch in regennassem Gras und unsere Schuhe sind demzufolge innert einer halben Stunde nass (bzw. unsere Füsse). Und der Regen fällt noch während längerer Zeit, bevor es leicht aufhellt. Wir behalten unseren Regenschutz an, denn es fallen immer wieder Tropfen.

Nach einem ersten Stück, das uns auch ein paar Kilometer auf einer stark befahrenen Strasse verschafft, können wir endlich auf eine Nebenstrasse abbiegen, die aber sofort ansteigt und uns bewusst macht, dass wir nun in den Vogesen sind, vergleichbar dem Jura. Wir gelangen auf ein Hochplateau, wo es in beständigem Auf und Ab vorwärts geht. In Rouvres-la-Chétive stossen wir auf einen GR – den GR 714, der auch als Jakobsweg markiert ist – dem wir nun bis ans Ziel des heutigen Marsches folgen können.

Wir ärgern uns zwischendurch nochmals über schlecht unterhaltene Weitwanderwege, aber das ist mittlerweile nichts Neues. Die Dörfer sind praktisch tot, kaum eine Menschenseele lässt sich blicken. Die Ortschaften sind auch nicht schön oder mit Liebe gestaltet. Viele verlassene Häuser, zum Teil verfallen, andere mit geschlossenen Fensterläden, und ein paar ganz wenige, in denen man Leben vermuten kann. Infrastruktur in Form von Einkaufsmöglichkeiten oder Restaurants sucht man vergebens. Wir treffen heute den ganzen Tag auf kein einziges Restaurant und kein Geschäft.

So sind wir froh, als wir den Lac de la Folie, oberhalb von Contrexéville erreichen. Dieser See ist für die Badegäste des Ortes gedacht, denn in Contrexéville wird nicht nur ein bekanntes Mineralwasser abgefüllt, sondern es ist auch ein Badeort mit einem Thermalbad. Nach 32km sind wir zu müde, um uns noch einen Badespass zu gönnen. Wir verschieben diesen auf unsere Ankunft in Luxeuil-les-Bains, wo ja ebenfalls gebadet wird.

Abschied von Michel und Kikou

Die GR-Markierung und daneben die stilisierte Jakobsmuschel

Wolfgang Sieber

 

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