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Wanderblog

Eine Wanderung und zwei Begegnungen

Walter Heule ist am Dienstag eingetroffen und startet mit der Etappe von Leibstadt nach Siggenthal Station.

Die erste Begegnung erlebe ich schon vor acht Uhr am Morgen. Pünktlich steht er da, mein neuer Wanderbegleiter. Markus, sein Sohn, hat ihn mit dem Auto von Kloten her gebracht. Bis dorthin ist er mit dem Zug gefahren. Wir sind wieder zu zweit! Walter Heule ist ein begeisterter Wanderer, leitet Touren beim SAC Kamor und gehört, zusammen mit seiner Frau Maria, schon lange zu unseren Freunden. Ich kenne ihn schon seit 1961. Damals ging er zu mir in die Schule, und ich lehrte ihn rechnen und schreiben. Heute wandert er mit mir, und er erklärt mir (seinem Lehrer) die Blumen am Wegrand. Walter kennt sie alle, die gewöhnlichen und die besonderen, Hahnenfuß und Mädesüss, und er freut sich besonders, als er auf unserem Weg das Waldvöglein, eine Orchidee, entdeckt. Wir verstehen uns sofort, sei es im Marschtempo oder im Gespräch.

Die Wanderung, nur rund 18 km von Leibstadt nach Siggenthal-Station, ist von Gegensätzen geprägt. Auf der einen Seite die Wolke über dem AKW Leibstadt, die Gebäude Beznau I und II  in der Aare, das Paul-Scherrer-Institut, wo radioaktiver Abfall lagert, und ein französischer LKW, der das gelbschwarze Zeichen „radioaktiv“ trägt. Auf die Frage, was er denn transportiere, hält der Chauffeur den Zeigefinger vor den Mund: Darüber darf er nicht sprechen.

Auf der anderen Seite wandern wir auf traumhaft schönen Wegen entlang des Wassers – entlang des Rheins, entlang der Aare und entlang des Klingnauer Stausees. Beides gehört zum Leben: Ich brauche den Strom, um diesen Text zu übermitteln – und ich brauche die Natur, weil ich mich darin so gut erholen kann.

Abends treffen wir den zweiten Gallus auf unserm Weg. Gallus und Anna Weber empfangen uns in ihrem Haus in Würenlingen an der Bärenstrasse (der Name passt zu Gallus) und schenken uns ein schmackhaftes Nachtessen (wir beginnen mit einem Gebet!) und interessante Gespräche. Die Zeit geht rasch vorbei.

Walter und ich spazieren glücklich zurück ins Garni Sorriso, wo wir übernachten.
Beni Bruggmann

Gallus Weber, ein Gallus, der fest mit Gott verbunden ist.

Ein letztes Mal am Rhein, jetzt folgen Aare, Limmat und Zürichsee.

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