Aktuelles Gallusweg Projekt Route Wanderer Partner/Sponsoren Google Maps Gallus-Volksmarsch Rheintalische Grenzgemeinschaft Baumeler Reisen freicom. Next AG - Internet St. Gallen Baumeler Galluswanderungen Inhaltsverzeichnis Wanderblog Kontakt Appenzeller Verlag

Wanderblog

Blumen an der Zürcher Bahnhofstrasse

Malven an der Zürcher Bahnhofstrasse.

„Aber durch Zürich werdet ihr wohl das Tram nehmen.“ „Wer wandert denn schon mit schwerem Sack und klobigen Schuhen durch eine Weltstadt?“ Vom Durchqueren der Stadt Zürich wurde mir abgeraten – aber wir tun es heute trotzdem.

Hansueli Eugster, unser Guide vom Vortag, begleitet uns bis am Mittag. Wir bleiben von Dietikon an am Ufer der Limmat und kommen so auf schönen Kieswegen – Ausnahme ist der letzte Kilometer – bis zum Zürcher Hauptbahnhof. Dort verlässt uns Hansueli. Walter und ich wollen jetzt zuerst etwas Grossstadt-Feeling und bestellen in der Pizzetta des Hotels St. Gotthard einen Cappucino (Fr. 7.50) und einen Espresso (6.50). Nachher wandern wir auf der Bahnhofstrasse seewärts.

Es ist gerade Mittagspause. Geschäftige, geschniegelte, telefonierende, hastende Menschen sind unterwegs, unter ihnen auch zwei ältere Herren mit staubigen Schuhen, schweren Säcken und klappernden Wanderstöcken. Und diese zwei benehmen sich auch noch sonderbar.

Das kam so: Walter ist ein ausgezeichneter Blumenkenner. Auf dem Weg bis hierher hat er mich immer wieder auf diese oder jene „Schönheit“ am Wegrand aufmerksam gemacht. Darum bitte ich Walter, mir auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum See möglichst viele wild wachsende Blumen zu zeigen. Als wir am See ankommen, stehen elf Blumen auf meiner Liste: Akelei, Berufskraut, Breitwegerich, Brennnessel, Distel, Löwenzahn, Malve, Sauerampfer, Schöllkraut, Wicke und Zaunwicke. Auch dort, wo Teer, Verkehr und Gebäude dominieren, hat es Platz für Blumen…

Wir picknicken und dösen auf einer Wiese am See, wandern dann über Wollishofen und Kilchberg nach Rüschlikon, wo wir nach 21 Wanderkilometern schon früh am Nachmittag das Gästehaus Nidelbad finden. Dieses Haus gehört zu einem großen Komplex mit Pflegezentrum, Gärtnerei und einem wunderschönen Park, alles geführt durch Diakonissinnen. Im Gästehaus werden wir schlafen, im nahen Restaurant Moos etwas Feines essen – und im Park habe ich im Liegestuhl diese Zeilen geschrieben.
Beni Bruggmann

Im Park des Gästehauses Nidelbad in Rüschlikon.

Dieser Beitrag wurde unter Wanderblog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Drucken

Kommentare sind geschlossen.

Newsletter