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Mein Olympus Digital Voice Recorder

Vor uns erhebt sich eine dunkle Wolkenwand.

Ein schwieriger Name für ein einfaches Gerät. Es ist ein Dictaphone. Klein, leicht, handlich, um den Hals gehängt,  einfach zu bedienen – und ideal für ältere Herren, die das eine oder andere rasch wieder vergessen.

37 kurze Notizen habe ich heute darauf gesprochen. Jetzt sitze ich in einer Gartenbeiz bei einem Glas Rosė und schreibe die Informationen auf. Daraus kann ich dann meinen Tagesbericht formulieren. Ich wähle 15 Informationen aus:
07.20 h: Abmarsch beim Cafė Huber in  Lichtensteig.
08.10 h: Höhe Dietfurt. Vor uns eine dunkle Wolkenwand: Wann beginnt es zu regnen?
08.40 h: Walter zupft am Waldrand eine Blume aus und hält sie mir unter die Nase: Stinkender Storchenschnabel.
08.50 h: Wegweiser bei Laufen, im Hintergrund die Eselsdistel.
09.10 h: Hansueli Eugster (Etappe nach Dietikon) erkundigt sich per Telefon, wie es uns geht.
09.20 h: SMS von Reini Frei, dem „Erfinder“ dieses Gallusweges. Er gratuliert uns zur Leistung von gestern.
09.45 h: Restaurant Hirschen in Ganterschwil. Wirtshaus- und Parkplatzschild, Haldengut-Reklame. Wir treten ein – und stehen in einer privaten Stube. „Wir führen schon seit sechs Jahren kein Restaurant mehr“, sagt eine verdutzte Frau.
09.45 h: Znünihalt im Löwen Ganterschwil.
10.15 h: Regenausrüstung montiert – Abmarsch beim Löwen. Dunkler Himmel, noch kein Regen.
11.00 h: Teerstrasse. Gar nicht so schlimm. Da kommt man zügiger voran. Auf den steinigen Wegen muss man sich enorm konzentrieren – und sieht nichts von der schönen Umgebung.
11.45 h: Restaurant Landhaus Oberrindal (keine Speisekarte). Die betagte Wirtin kocht uns eine Haferkern-Suppe, die schmeckt. Danach essen wir das Sandwich vom Beck Huber Lichtensteig.
13.25 h: Wir überqueren die SBB-Linie St. Gallen – Wil.
13.45 h: Wir genießen den Kaffee im Café Stalder Uzwil.
14.30 h: Ankunft im Hotel Landhaus Niederuzwil, wo wir gebucht haben. Den ganzen Tag kein Regen! Umbau. Restaurant geschlossen. Wirtewechsel. Der neue (junge) Wirt bespricht sich mit zwei Personen. „Ich habe allen Gästen abgesagt, von Ihnen fehlte mir die Adresse.“ Am Schluss haben Walter und ich jeder ein sauberes Einzelzimmer, je 70 Franken, keine Quittung („Habe ich noch nicht.“), kein Frühstück – aber ein Bett zum Schlafen.
15.30 h: Ich bin frisch geduscht im Ochsen bei der Kirche (keine Galluskirche) bereit, um die Notizen aufzuschreiben.

Nachdem Sie, geschätzte Leserinnen und Leser des Gallusweg-Blogs die Angaben nun bekommen haben, bitte ich Sie, die heutige Geschichte selber zu schreiben. Ich streike…
Beni Bruggmann

Wegweiser bei Laufen, im Hintergrund die Eselsdistel: Angaben ins Dictaphone.

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