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„Wer kein Chopf het, het Füess“

Mit Gallus Kempter am Ufer der Thur.

Als ich in die Primarschule ging, musste mich meine Mutter oft darauf aufmerksam machen, dass ich etwas vergessen hatte. Sie tat dies sanft, fast liebevoll und sagte einfach: „Bernhard, wer kein Chopf het, het Füess.“ Und ich wusste: Du musst nochmals gehen, es gibt keine andere Lösung.

Gestern war nicht mein bester Tag auf diesem wunderbaren Gallusweg. Zumindest was den Kopf anbelangt. Ich wollte unbedingt die Galluskirche in Niederuzwil anschauen. Dabei steht sie in Oberuzwil. In der Christkönigskirche von Niederuzwil fand ich keinen Gallus. Ich konnte das einfach nicht verstehen. Am liebsten hätte ich mich bei der Mesmerin, die gerade Plakate anbrachte, beschwert. Resigniert verliess ich das Gotteshaus, schrieb meinen Tagesbericht, ging mit Walter zum Nachtessen und legte mich früh ins Bett.

Heute um halb sieben Uhr erwache ich im Landhaus von Niederuzwil – und realisiere: Die Galluskirche steht in Oberuzwil. So steht es in meinen Unterlagen. Rasch die verschwitzten Klamotten aus dem Wäschesack geklaubt (guter Entscheid!), die Turnschuhe angezogen und bei Walter die zweite Kamera geholt (guter Entscheid!). Ich jogge von Nieder- nach Oberuzwil, kämpfe mich durch die Bühler- und Bänninger-Angestellten, die vom Bahnhof her kommen und zur Arbeit gehen und finde die Galluskirche Oberuzwil. Gottseidank: Da steht mein Heiliger, direkt vor dem Portal. Guten Morgen, Gallus.

Ich knipse, jogge dann wieder zurück, dusche mich und bin mit Walter pünktlich zum improvisierten Morgenessen im Migrolino. Der Tag kann beginnen. Kein guter Start? Doch, es ist ein gutes Gefühl, den Oberuzwiler Gallus nicht verpasst zu haben. Wer kein Chopf het, …

Auf unserer Wanderung nach Steinebrunn erleben wir heute vier Begegnungen. Zuerst treffen wir den Gallus von Oberbüren, Gallus Kempter, mit dem wir uns an der Thur verabredet haben. „Es gibt schönere Namen als Gallus“, sagt er, „aber ich habe mich daran gewöhnt. Mein zweiter Name ist Philipp. Der würde mir besser gefallen.“ Nachher begegnen wir zufällig Harald Werz, meinem Fussball-Kameraden aus frühesten Jahren. Ab Mittag wandert Zita Kornmayer mit uns. Als gute Bekannte hat sie unseren Weg im Internet verfolgt und begleitet uns heute von Bischofszell nach Steinebrunn. Dort zeigt uns die Mesmerin, nachdem wir die Galluskirche angeschaut haben, noch die alte Galluskapelle mit dem Gallus-Glasfenster im Chor.

Mit meinen zusätzlichen Kilometern in Beinen werde ich gut schlafen.
Beni Bruggman

Unser Gallus in der Galluskapelle von Steinebrunn.

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